Der aktuelle Gast-DJ stellt sich vor – Max Hendricks!

Electric Fabric Podcast: Gast-DJ Max Hendricks

Unser Podcast diesen Monat kommt von Niko, und diesmal hat er Max Hendricks als Gast-DJ im Gepäck. Wie immer konnten wir ihm ein paar Fragen stellen, um euch unseren Gast einmal näher vorzustellen!

EF: Hallo Max, vielen Dank für Deinen Gastbeitrag zu unserem aktuellen Podcast! Damit unsere Fans Dich kennenlernen können, würden wir Dir gerne ein paar Fragen stellen. Stell Dich doch bitte zunächst einmal kurz vor: wer bist Du, woher kommst Du und wie bist Du zum DJ-ing gekommen?

Vielen Dank für die Gelegenheit, bei euch zu Gast sein zu dürfen! Ich bin Max Hendricks und lebe in Berlin, wo es gefühlt mehr DJs als Einwohner gibt. Ich habe mit 16 klassisch aus Liebe zur Musik als Bedroom-DJ angefangen – damals noch überwiegend Trance à la Armin van Buuren und Above & Beyond. Ich wollte die Musik „mit den Händen greifen“ können. Daher spiele ich auch heute noch ausschließlich „von Hand“ mit CDJs – ohne Laptop oder Controller. Der Hintergrund ist dabei aber wirklich nur die Haptik und keinerlei Dogmatismus bezüglich des Mediums.

EF: Was waren die wichtigsten Höhepunkte in Deiner Musik-Laufbahn?

Als Resident DJ bei Psychedelic Theatre Berlin habe ich mittlerweile in einigen bekannteren Berliner Clubs spielen dürfen, allen voran natürlich im Kitkat Club und Kosmonaut, aber auch im mittlerweile geschlossenen Brunnen 70 und im Void waren wir mehrfach zu Gast. Mein erster Gig im Kitkat Club im April 2014 war dabei sicherlich das herausstechendste Erlebnis bisher. Zu Beginn des Sets hatte ich mit furchtbarem Lampenfieber zu kämpfen, am Ende war der Floor voll, alles lief im Flow und quasi wie von selber. Das war eine tolle Erfahrung.

EF: Du bist also schon eine ganze Weile im Rahmen der „Psychedelic Theatre“-Reihe aktiv. Nun bist Du ja überwiegend House-DJ. Wie kam es zu dem Engagement? Das ist doch eigentlich eher eine PsyTrance Veranstaltung…

Ich habe Paskal, den Kopf hinter „Psychedelic Theatre“, vor einigen Jahren durch einen meiner Uni-Freunde kennengelernt und wir sind seither befreundet. Er hat auch einen klassischen (UK-) Trance-Background und ist mittlerweile noch ein bisschen tiefer in die Goa- und Psytrance-Szene eingestiegen. Als er dann 2013/2014 mit den Veranstaltungen der „Psychedelic Theatre“-Reihe an den Start gegangen ist, hat er mich gefragt, ob ich nicht auch mal Lust hätte zu spielen. Die hatte ich natürlich. Obwohl die Parties den Fokus klar auf Psytrance und Goa setzen, gibt es immer einen zweiten Floor, der in Richtung House und Techno orientiert ist. Das schöne ist, dass im Grunde jeder von uns Residents eine bestimmte stilistische Nische besetzt, sodass wir sowohl im Bereich Psytrance als auch zwischen House und Techno ein breites Spektrum an Stilen abdecken.

EF: Also ganz im Sinne der Vielfalt, wie bei Electric Fabric! Und wie steht es mit sonstigen Ambitionen? Siehst Du Dich eher als reinen DJ oder bist Du auch produktionstechnisch aktiv?

Momentan sind die Reultate vorzeigbarer, wenn ich Musik anderer Leute abspiele und ineinander mische. Bei eigener Musik ist es bis dato nur bei kleineren Spielereien geblieben, die die eigenen vier Wände nicht verlassen haben.

EF: Und was kann man von Dir persönlich musikalisch in der nächsten Zukunft erwarten? Hast Du besondere Pläne? Wo geht die Reise hin?

Ich denke und hoffe, dass alles so bleibt, wie es ist. Die Hauptmotivation zum DJing ist für mich nach wie vor die selbe, wie vor 12 Jahren, als ich meine ersten Platten gekauft habe: Eine Verbindung mit der Musik schaffen, die über das bloße Hörerlebnis hinausgeht. Dass ich das inzwischen in Berlin in Clubs vor Publikum machen kann, ist mehr als ich je erwartet hätte. Darüber hinaus ist es einfach schön, gute Musik mit anderen Leuten zu teilen. Insofern darf es für mich gerne einfach genau so weitergehen.
Was die Musik an sich angeht, geht derzeit nach meinem Empfinden vieles in die richtige Richtung: Genregrenzen scheinen aufzubrechen, was es zwar schwieriger macht, den eigenen musikalischen Standpunkt kompakt zu benennen, aber andererseits deutlich mehr Wege nach links und rechts ermöglicht. Ganz konkret schlägt sich das hier in Berlin dankenswerterweise auch in einem deutlich abwechslungsreicheren Booking-Verhalten der Clubs nieder.

EF: Dann wünschen wir Dir weiter viel Spaß bei Deinem Engagement! Vielen Dank für das Interview!